Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigen seit Jahresbeginn 2026 erneut an, da der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf 2,9 Prozent festgelegt wurde. Für freiwillig Versicherte mit hohem Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro monatlich ergibt sich dadurch eine Gesamtbelastung von rund 1.270 Euro inklusive Pflegeversicherung.
Gründe für die Beitragserhöhung
Der GKV-Schätzerkreis prognostizierte bereits im Oktober 2025 einen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent für 2026, was den Gesamtbeitragssatz auf 17,5 bis 17,6 Prozent treibt. Ursachen sind der demografische Wandel, medizinischer Fortschritt und steigende Löhne, die die Ausgaben der Kassen übersteigen. Viele Krankenkassen passen ihre individuellen Sätze an, wobei 47 Kassen zum Jahreswechsel Erhöhungen beschlossen haben.
Belastung für freiwillig Versicherte
Freiwillig Versicherte wie Selbstständige zahlen den vollen Beitrag auf ihr gesamtes Einkommen bis zur Grenze, was bei 17,6 Prozent KV-Beitrag plus 3,6 Prozent Pflegeversicherung über 1.270 Euro monatlich ausmacht. Im Vergleich zu 2025 steigt der Höchstbeitrag um etwa 60 Euro pro Monat oder 720 Euro jährlich. Gutverdiener tragen die Hauptlast, da Arbeitnehmer nur bis zur Grenze beitragen.
Langfristige Prognosen
Eine DAK-Projektion zeigt, dass die Sozialabgabenquote bis 2035 auf 53 Prozent klettern könnte, getrieben durch GKV-Defizite. Bereits 2026/2027 sind weitere Steigerungen um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte erwartet, mit Sätzen bis 26 Prozent bis 2050 möglich. Ohne Reformen wie höheren Bundeszuschuss oder Kostensenkungen verschärft sich die Lage.
Kassenwechsel als Sparoption
Ein Wechsel zu einer günstigeren Kasse kann den Zusatzbeitrag senken und Hunderte Euro jährlich sparen, da Sätze zwischen 2,8 und 4,5 Prozent variieren. Nutzen Sie mein kostenloses Vergleichstool für einen einfachen Kassenwechsel. So optimieren Sie Ihre Beiträge schnell und unkompliziert.
