Vermögen

Geldanlage und Vermögensaufbau stehen immer in einem Spannungsverhältnis: jeder will maximale Sicherheit, dazu hohe Renditen und flexible Verfügbarkeit für unvorhergesehene Ereignisse. Doch leider geht jedes dieser Kriterien immer zu Lasten der anderen: Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit haben Sie bei einem Tagesgeldkonto, allerdings bei einer Verzinsung gegen Null. Hohe Rendite können Sie bei manchen Aktien haben – aber vielleicht verlieren Sie damit auch alles.

Zu einer erfolgreichen Vermögensstrategie gehört deshalb, die Vermögensstruktur zu diversifizieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Wir gehen dabei gerne nach dem Pyramidenprinzip vor: Zunächst bauen wir ein sicheres Fundament auf, mit einem Tagesgeldkonto und gegebenenfalls sicheren Festzins-Anlagen. Weiter oben in der Pyramide folgen stärker schwankende, aber auch renditeträchtigere Anlagen. Durch die Diversifikation über mehrere Anlagearten reduziert sich die Schwankungsanfälligkeit des Gesamtvermögens. Das Portfolio wird effizienter, das heißt, man bekommt ein besseres Verhältnis von Rendite und Risiko. Im Ergebnis haben Sie eine Anlagestruktur, bei der Sie ruhig schlafen können, die aber trotzdem Ihren Bedürfnissen gerecht wird.

Konzeptionelles Beispiel der Pyramidenstruktur:

 

Problem: die Abgeltungssteuer

Problem: die Abgeltungssteuer

Seit 2009 sind alle Kursgewinne abgeltungssteuerpflichtig, und zwar mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer – das macht effektiv fast 28 Prozent! Ein Beispiel: Sie haben am 2.1.2009 Anteile eines Fonds für 10.000 Euro gekauft und verkaufen Sie 2015 für 20.000 Euro. Der Kursgewinn beträgt 10.000 Euro, die Abgeltungssteuer 2.500 Euro und wird direkt von der Bank einbehalten.

Ein Problem ist das vor allem deshalb, weil Aktienfonds oder auch Mischfonds besonders für die Altersvorsorge geeignet sind. Aus Gründen der Marktentwicklung ist es geschickt, die Aktienquote mal zu reduzieren (Fondsanteile zu verkaufen) und später wieder zu erhöhen (Fondsanteile neu kaufen). Und schon ist ein Teil davon in der Abgeltungssteuer verschwunden. Die Flexibilität fällt weg, und womöglich hält man deshalb zu lange an einem unrentablen Fonds fest, nur weil er vor 2009 gekauft wurde.

Ein Vorschlag: Policendepots statt Bankdepots

Ein Vorschlag: Policendepots statt Bankdepots

Unter einem Policendepot versteht man eine spezielle Form einer Versicherungspolice, die keinerlei Risiko versichert, sondern rein der Geldanlage unter dem Mantel einer Police dient. Unter diesem Mantel der Police sind beliebig viele Umschichtungen ohne Abgeltungssteuer möglich. Zins und Zinseszins können über Jahrzehnte ohne Bremse wirken. Außerdem haben Sie flexible Auszahlungsmöglichkeiten: entgegen aller Vorurteile können Sie Geld entnehmen, und auch genauso flexibel einzahlen. Dazu kommt das doppelte Steuerprivileg: solange das Geld im Mantel liegt, bleiben die Zinsen steuerfrei. Bei Auszahlungen nach mindestens 12 Jahren und ab dem 62. Lebensjahr ist nur der halbe Ertrag steuerpflichtig. Ein Beispiel: Sie zahlen im Alter von 45 10.000 Euro ein, und entnehmen mit 62 20.000 Euro. Der Ertrag ist 10.000 Euro, es zählt die Hälfte: 5.000 Euro, bei einem persönlichen Steuersatz von 30 Prozent sind 1.500 Euro zu zahlen. Bei Auszahlung über mehrere Jahre lässt sich das noch optimieren.

 

Wir haben auch zu diesem Thema ein Excel-Tool! Bei Interesse schicken wir es Ihnen gerne per E-Mail zu.

Die eigene Immobilie

Die eigene Immobilie

Die „eigenen vier Wände“ haben einen emotionalen Wert, schon deshalb ist eine Immobilie für viele ein Lebensziel.

 

Auch bei der selbst genutzten Immobilie ist aber genau zu prüfen, ob sich der Kauf gegenüber der Miete lohnt, zumindest aber sollten Sie wissen, was Sie gegebenenfalls für den Kauf mehr bezahlen als für die Miete. Denn die meisten vergessen dabei entgangene Zinsen auf das investierte Eigenkapital und Instandhaltungsaufwendungen ...

Bei einer Immobilie zur Vermietung als Kapitalanlage ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung natürlich umso wichtiger. Es gilt der Grundsatz: „Im günstigen Einkauf liegt der Gewinn“. Das ist derzeit sehr schwierig, denn vor allem städtische Regionen sind stark überkauft. Der zweite Grundsatz: „Kaufe nur, was Dir auch wieder abgekauft wird“ ist ebenso wichtig. Das bedeutet, auch einen möglichen Ausstieg zu bedenken! Vergessen Sie auch nicht, dass Immobilientransaktionen mit weiteren hohen Kosten verbunden sind. Rund 10 Prozent Nebenkosten kommen mit Makler, Notar und Grunderwerbssteuer schnell zusammen.

Eine Immobilie finanzieren

Eine Immobilie finanzieren

Immobilien gelten manchmal als die sicherste Anlage überhaupt. Das kann allerdings ein Irrtum sein, denn Risiken gibt es auch hier; zum Beispiel ein Wertverlust wegen überteuerten Einkaufs, oder eines plötzlich auftauchenden Mangels, der beseitigt werden muss. Deshalb ist bei der Immobilienfinanzierung gute Beratung unabdingbar. Besonders wichtig sind folgende Punkte:

  • Finanzieren Sie in Tranchen, die Sie zahlen können.
  • Setzen Sie Zinsbindungsfristen nicht zu kurz. Die Falle, eine hohe Restschuld mit deutlich höheren Folgezinsen finanzieren zu müssen, ist im Augenblick zu gefährlich.
  • Bringen Sie mindestens die Nebenkosten als Eigenkapital mit, besser aber zusätzlich 20 Prozent der Investitionssumme. Je weniger Fremdkapital, desto geringer das Risiko.
  • Finanzieren Sie günstig. Wir vergleichen bis zu 200 Banken, darunter auch bekannte Direktbanken.

 

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