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12.12.2018
Sicherheit

Wo ist mein Geld noch am sichersten vor der Finanz-Repression?


Foto: Maik Schwertle/pixelio.de

Wie in meiner News zur Finanz-Repression beschrieben, tut der Staat alles, um mit seiner riesigen Schuldenlast zurecht zu kommen. Welche Geldanlagen sind relativ sicher vor der „Enteignung“ durch Finanz-Repression?

Relativ sicher sind zunächst einmal jene, die zu einer großen Wählergruppe gehören, denn Politiker wollen ja nicht abgewählt werden. Dazu gehören:

  • Ältere Menschen, insbesondere Renten-Bezieher. Das nimmt mit dem „Pillenknick“ weiter zu
  • Mieter. Laut Statista ist der Anteil der Mieter in der Schweiz (57%) und Deutschland (48%) besonders hoch    
  • Arbeitnehmer (über 30 Mio. in Deutschland)

Was folgt daraus?

  • Dass die gesetzliche Rentenversicherung gekürzt wird, ist unwahrscheinlich, da die Rentner aufschreien würden. Wahrscheinlicher sind ab und an Nullrunden. Aber eher wird der Steuerzuschuss erhöht, als die Renten zu kürzen. Vorsichtig könnte auch das Rentenalter für Neurentner weiter angehoben werden. Für Menschen, die nicht mehr zu viele Jahre bis zur Rente haben, kann sich daher eine freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rente rentieren (siehe auch mehr Infos auf finanztip.de). Wir beraten dazu auf Wunsch auf Honorarbasis.
  • Ähnlich sieht es für private Rentenversicherungsprodukte aus, insbesondere staatlich geförderte wie Rürup, denn diese dienen ja der Entlastung der Sozialhaushalte, indem das Auskommen der Bürger im Alter gesichert wird.
  • Mieter werden stärker geschützt als Eigentümer. Das selbstgenutzte Wohneigentum ist zudem noch sicherer als das fremdvermietete, das nur der Geldanlage dient. Höhere Besteuerung von Immobilieneigentum ist wahrscheinlich, denn die Immobilie ist nun mal immobil und kann schlecht „ins Ausland flüchten“. 

Andere Fluchtmöglichkeiten vor der Finanzrepression könnte der Staat durch folgende Maßnahmen unterbinden:

  • Bargeldverbot. Klingt krass, ist aber in manchen Ländern schon Realität, wie z.B. in Italien, wo Transaktionen über 1000€ in Bar unter Strafe stehen. Die Rechtfertigung der Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Terrorbekämpfung ist sicherlich teilweise vorgeschoben. Tatsächlich soll alles Geld auf Bankkonten gezwungen werden, auf denen Banken inzwischen für Cashanlagen bei der Zentralbank  schon Negativzinsen bezahlen.
  • Goldbesitz-Verbot. Das gab es zuletzt nach dem Krieg. Gold und andere Edelmetalle sind beliebte Wertaufbewahrungsmittel in Zeiten hoher Inflation. Das will ein Staat verhindern in Zeiten der gezielten Finanz-Repression.
  • Sondermaßnahmen wie Hauszinssteuern führten nach dem Krieg zu Sonderbelastungen für Hausbesitzer „als Ausgleich für Inflationsgewinne“

 

 

Weniger wahrscheinlich ist die Sonderbesteuerung für Aktienbesitz, die auch Sachwerte darstellen, da Aktien Anteile an echten, produktiven Unternehmen sind. Aktien sind jederzeit veräußerbar und ein Großteil des Aktienbesitzes stammt aus dem Ausland. Diese Investoren finanzieren unsere Industrie und sichern Arbeitsplätze. Diese zu verschrecken, wäre kontraproduktiv im Bemühen des Staates, die Steuereinnahmen zu erhöhen, indem Arbeitsplätze geschaffen und die Produktion gesteigert werden. 

Fazit: Ein ausgewogener Mix aus selbstgenutztem Wohneigentum, staatlich geschützten Rentenversicherungsprodukten wie Rürup und weltweit breit diversifizierten Aktieninvestments ist die sicherste Möglichkeit, die Zeiten von Finanzrepression ohne Kaufkraftverlust zu überstehen.


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